Wie die Tageszeitung Österreich aktuell berichtet, formiert sich derzeit eine ungewöhnliche Allianz gegen illegale Online-Casinos: Prominente aus Sport, Film und Fernsehen wollen betroffene Spieler darüber aufklären, dass verlorenes Geld in vielen Fällen zurückgefordert werden kann.
Stars gegen illegale Online-Casinos – bereits Millionen zurückgefordert
Was viele Spieler nicht wissen: Wer bei illegalen Online-Casinos Geld verloren hat, kann diese Verluste zurückfordern.
Um darauf aufmerksam zu machen, gehen nun bekannte Persönlichkeiten an die Öffentlichkeit. An der Initiative beteiligen sich Fußballstars wie Marko Arnautović, Toni Polster, Volker Piesczek und Stefan Maierhofer sowie beliebte Schauspieler und TV-Gesichter wie Gregor Seberg, Manuel Rubey und Simon Schwarz.
Gemeinsam setzen sie ein klares Zeichen gegen dubiose Glücksspielanbieter und möchten Spieler darüber informieren, welche rechtlichen Möglichkeiten ihnen offenstehen.
Millionen bereits erfolgreich zurückgeholt
Hintergrund sind zahlreiche Gerichtsentscheidungen in Österreich: Demnach verfügen aktuell alle Online-Casino-Anbieter – mit Ausnahme des staatlich konzessionierten Angebots win2day – über keine gültige österreichische Lizenz. Verträge mit diesen Anbietern gelten daher häufig als nichtig, wodurch Verluste grundsätzlich zurückgefordert werden können.
Pensionist holte über 500.000 Euro zurück
Wie groß die Summen der Rückforderungen sein können, zeigt der Fall von Heinrich (Name von der Redaktion geändert). Der Pensionist verlor im Laufe der Zeit sein gesamtes Erspartes beim Anbieter Bwin – ohne zu wissen, dass dieser seine Online-Casino-Dienste in Österreich ohne gültige Lizenz anbot.
Heinrich entschloss sich schließlich zu klagen – und bekam Recht. Am Ende konnte er über 500.000 Euro zurückholen.
Neben Bwin bieten auch andere bekannte Plattformen wie Interwetten, Tipico oder Bet365 ihre Dienste ohne entsprechende österreichische Casino-Lizenz an. Betroffen sind dabei nicht nur Automatenspiele, sondern auch Blackjack, Roulette oder Poker.
Sofortauszahlung statt jahrelang warten
Viele Betroffene zögern dennoch, rechtliche Schritte einzuleiten, weil sie lange und aufwendige Gerichtsverfahren befürchten. Doch mittlerweile gibt es auch Modelle, bei denen Spieler nicht bis zum Ende eines Verfahrens warten müssen.
Dabei kann ein Teil der möglichen Forderung vorab ausbezahlt werden, während sich spezialisierte Juristen um die weitere rechtliche Abwicklung kümmern.
Für viele Betroffene eröffnet das eine neue Möglichkeit: Statt ihre Verluste endgültig abzuschreiben, können sie prüfen lassen, ob eine Rückforderung rechtlich möglich ist – und ihr verlorenes Geld zumindest teilweise wieder zurückholen.