Klage gegen Rapid und ÖSV wegen Werbung für Glücksspielanbieter

Wie das Magazin Profil berichtet, klagt der Prozessfinanzierer Jufina gegen den SK Rapid Wien und den Österreichischen Skiverband (ÖSV). Gegenstand der Verfahren sind Werbepartnerschaften mit dem Glücksspielanbieter Interwetten. Laut dem Profil-Bericht vertritt Jufina die Auffassung, dass Interwetten in Österreich zwar Sportwetten anbieten darf, auf seiner Plattform jedoch auch Online-Casinospiele bewirbt – für diese Spiele besitzt Interwetten keine österreichische Glücksspiellizenz, denn win2day ist der einzige legale Anbieter. Die Klagen richten sich nicht unmittelbar gegen Interwetten als Glücksspielanbieter, sondern gegen die beiden Sportorganisationen. Jufina argumentiert, dass die Werbemaßnahmen von Rapid und ÖSV zur Bekanntmachung und Förderung des Angebots beitragen. Laut Profil ist das Ziel der Verfahren, die Bewerbung von Interwetten durch Rapid und den ÖSV zu untersagen, solange das Unternehmen in Österreich Online-Glücksspiele ohne entsprechende nationale Konzession anbietet. Der SK Rapid Wien weist die Vorwürfe zurück. Der Verein erklärt laut dem Bericht, keine Werbung für illegales Online-Glücksspiel zu betreiben. Auch Interwetten verweist auf seine rechtliche Position hinsichtlich der angebotenen Dienstleistungen. Eine vorbereitende Gerichtsverhandlung im Verfahren gegen Rapid ist laut Profil für Ende September angesetzt. Die rechtliche Beurteilung der Vorwürfe erfolgt im Rahmen der laufenden Gerichtsverfahren.